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Schmerz

Philosophisch-Poetische Miniaturen

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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783941524811
Sprache: Deutsch
Umfang: 100 S.
Einband: gebundenes Buch

Beschreibung

Reinhard Knodt verbindet Philosophie und Poesie zu einem untrennbaren Amalgam. Das Buch, das in erster Auflage schnell vergriffen war, zeigt, dass "Schmerz" nicht etwas Negatives, zu Vermeidendes ist, sondern wie die Sehnsucht, das Heimweh, der Liebesschmerz oder das Nachsinnen über Verlust zu den wertvollsten Angelegenheiten des Lebens gehört. Thematisiert werden Grundsituationen: Ich bin krank, ich habe geheiratet, ich habe einen Chef, ich habe ein Kind. aber auch die geistige Verfasstheit unserer Zeit. Die sehr dicht gewebten Texte eignen sich gelegentlich fast zur Meditation, andererseits aber markieren sie auch eine geradezu dringliche Atmosphäre des Apells, "wesentlich" zu werden. Das Ende markiert eine "Lösung", die nicht in der Vermeidung des Schmerzes besteht.

Autorenportrait

Reinhard Knodt ist Schriftsteller und Philosoph. In Bayern, wo er lange als Rundfunkautor und Hochschullehrer tätig war, erhielt er 2007 für sein literarisches und essayistisches Werk den Friedrich-Baur-Preis der Bayerischen Akademie. Er war Turmschreiber der Stadt Abenberg und vertrat zeitweise einen Lehrstuhl für Kunstphilosophie in Kassel für Hannes Böhringer. Heute lebt er in Berlin, wo er bis 2013 an der UdK Lehraufträge wahrnahm und zeitweise in Röthenbach, wo er ein interdisziplinäres Künstlerhaus betreut. Bei PalmArtPress erschien von ihm "Schmerz - Acht poetische Miniaturen", erste Ausabe, "Aber so kommen Sie doch mit hinunter zum Fluss ..." und "Undinen - unmögliche Liebesgeschichten".

Leseprobe

Einmal ging ich im Traum über eine weite freie Ebene. Als ich zurücksah, erblickte ich Gitterstäbe, die aus meinen Fußspuren aufgewachsen waren bis zum Himmel. Eine Reihe, metallisch glänzend und frisch wie eine nasse Allee. Ich erschrak so sehr, dass sich mein Herz zusammenkrampfte und ich aufwachte. Das ist die Wahrheit, wusste ich plötzlich. Ich bin die Gefangenschaft als Mensch.